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Streckensegelflug & Wettbewerbe

Seit vielen Jahren nehmen Pilotinnen und Piloten des LSV Radevormwald an zentralen und dezentralen Wettbewerben im Streckensegelflug teil.

Aber wie funktioniert eigentlich "Streckensegelflug"?

Bei den richtigen Wetterverhältnissen ist es von Radevormwald aus durchaus möglich, im reinen Segelflug, also ohne Motorhilfe, Strecken von deutlich mehr als 500 km zu fliegen. Im Gebirge oder über Wüsten sind sogar noch weitere Flüge möglich. Dabei fliegt man sinnvoller Weise nicht die ganze Zeit in eine Richtung, sonst wäre man nach einem 500 km - Flug von Radevormwald aus Richtung Osten wahrscheinlich im östlichen Sachsen. Das Ziel ist also, wieder auf dem Startflugplatz zu landen.
Während des Fluges muss der Segelflieger in Aufwinden immer wieder Höhe gewinnen. Reicht die Höhe einmal nicht, kommt es zur "Außenlandung", der Pilot landet also auf einem anderen Flugplatz oder einem geeigneten Acker. Flugzeug und Pilot werden dann von einem Vereinskammeraden mit PKW und Anhänger zurückgeholt.

Hier sieht man den Verlauf eines 450 km - Fluges von Radevormwald aus: Die blaue Linie entspricht der tatsächlich geflogenen Strecke, die mit einem so genannten "Logger" aufgezeichnet wurde. Der Logger wird im Cockpit installiert und speichert in kurzen Zeitabständen die Position und Höhe des Flugzeuges. Diese Daten werden laufend per GPS ermittelt. Nach dem Flug kann der Logger an einem PC ausgelesen werden.
Man sieht, dass man als Segelflieger meist nicht geradeaus einem Ziel entgegen fliegt, sondern dem Wetter folgt. Gewertet wird aber nur eine gerade Strecke, um eine festgelegte Anzahl an Wendepunkten. Daraus ergibt sich die hier rot markierte Wertungsstrecke.
Rechts sieht man das zu dem oben dargestellten Flug gehörende "Barogramm". Dort wird die Flughöhe (in blau) über die Zeit aufgetragen. Man erkennt, dass der Segelflug immer wieder aus Aufwindphasen und Abgleiten der Höhe besteht.



Im Streckensegelflug gibt es zwei verschiedene Arten an Wettbewerben: dezentrale und zentrale Wettbewerbe:

Dezentrale Wettbewerbe:
Mit jedem Segelflug weltweit kann man am so genannten "Online Contest" (kurz OLC) teilnehmen. Dabei wird einfach die Flugdatei aus dem Logger nach dem Flug auf den OLC - Server im Internet hochgeladen. So kann man als Pilot jederzeit seine eigenen Leistungen mit den Flügen anderer Piloten vergleichen. Der Online Contest hat jeweils eine Laufzeit von einem Jahr, beginnend und endend jeweils Mitte Oktober. Zusammen mit dem LSC Wuppertal bilden wir eine Streckenfluggemeinschaft im OLC. Wir fliegen nicht ausschließlich in Radevormwald, sondern auch auf Wettbewerben oder im Urlaub auf anderen Flugplätzen. Hier eine Übersicht der von uns gemeldeten Flüge:

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Zentrale Wettbewerbe:

Auf zentralen Wettbewerben und Meisterschaften treffen sich Piloten und ihre Flugzeuge "zentral" auf einem Flugplatz. Das Bild zeigt das Starterfeld auf einem Wettbewerb mit ca. 100 Teilnehmern.
Dort wird dann über einen Zeitraum von mehreren Tagen (im Allgemeinen ca. eine Woche) jeden Tag eine Aufgabe (Strecke) für die Piloten gestellt. Die klassische Aufgabe ist die "Racing Task", vergleichbar mit der roten Wertungsstrecke aus dem oberen Bild. Diese Strecke muss von den Piloten möglichst schnell geflogen werden.

Auch hier dient der Logger als Beweis für die tatsächlich geflogene Strecke und ermöglicht der Wettbewerbsleitung, die Flüge der Piloten zu überprüfen.
Es gibt auch noch andere Aufgabentypen, die so genannten "Assigned Area Tasks", die einiges mehr an Taktik vom Piloten verlangen, deren Sinn und Funktion dem Laien aber kaum zu vermitteln sind.

Da nicht alle Segelflugzeuge gleich gut fliegen, wird auf die Ergebnisse noch ein Handicap aufgeschlagen. Der Tagessieger kriegt normalerweise 1000 Punkte, die hinter ihm platzierten einem ausgeklügelten System entsprechend weniger. Ist das Wetter zu schlecht zum Fliegen wird der Tag "neutralisiert" und es kommt keine Tageswertung zu Stande. Wer nach dem letzten Wertungstag die meisten Punkte hat, hat gewonnen.

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© LSV Radevormwald
Christian Ronge